Bredereiche

Ursprünglich wurde Bredereiche als märkisches Angerdorf, mit der Kirche im Dorfkern und dem Kirchhof drum herum, angelegt. Der Ortsnamen findet sich nur einmal in Deutschland. Bereits 1307 wird der Ort urkundlich erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt verkauften die Markgrafen von Brandenburg Bredereyke an den Abt von Lehnin zum Aufbau des Klosters Himmelpfort.

Bredereyke – mittelniederdeutsch - bedeutet wahrscheinlich “breite, dicke Eiche”. Eine solche hatte wohl vormals ihren Platz an einer Havelfurt. Die Havel durchfließt den Ort von Norden nach Süden und teilt ihn in das ehemalige Regelsdorf und den Dorfkern.

Einwohnerzahl: 595
Ausdehnung: 22,6 km²


Verkehrsanbindung

Aus dem Süden kommend erreichen Sie Bredereiche auf der B96 über den Abzweig Dannenwalde auf die Landesstraße 214 über Blumenow nach Bredereiche. Aus dem Norden kommend erreichen Sie Bredereiche über Fürstenberg/Havel auf der Landstraße L214 oder aus Richtung Himmelpfort kommend über den Himmelpforter Weg.

Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

Fahrplanauskunft: www.vbb.de/fahrinfo
Haltestellen: Bredereiche - Ausbau, Blumenower Str., Forsthaus, Zootzener Str.,  Zehdenicker Str.
Linienbusse: 
838 Fürstenberg/Havel-Barsdorf-Zehdenick
839 Himmelpfort - Bredereiche
854 Gransee – Barsdorf - Himmelpfort

Anbindung an den Regionalexpress RE5 über den Bahnhof Fürstenberg/Havel oder den Bahnhof Gransee.


Anbindung für Radfahrende und Wandernde

Bredereiche liegt am Radfernweg-Berlin-Kopenhagen und an der „Deutschen Tonstraße“, einem 250 km langen Rundkurs durch den Norden Brandenburgs, der Sie an die Wirtschaftsorte der Tonindustrie des 18. und 19. Jahrhunderts führt.


Freizeitangebote

  • Sport, Spiel und Spaß am Havelstrand
  • Wasserwandern und Kahnpartien auf der Havel z.B. in Richtung und Stolpsee
  • Ausflüge und Wanderungen in die Wälder und Wiesen des Naturparks Uckermärkische Seen
  • Jugendclub Bredereiche – Jugenzimmer des Treff92 e.V.

Schleusen-Informationen

  • Die aktuellen Schleusenzeiten, aktuelle regionale Informationen zum Wasserstand und mehr finden sie im ELWIS-System der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes:
    www.elwis.de
     
  • Weitere Schleuseninformation finden Sie hier

Wissenswertes und Sehenswertes rund um Bredereiche

Die Familie Manzel überlebte als einzige den Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) Deren Nachfahren wohnen noch heute im Dorf. Durch Krieg, Pest und Hungersnot wurden fast alle Dorfbewohner sowie die Kirche und sämtlich Häuser vernichtet. Ab 1687 beginnt der Wideraufbau des Dorfes. 1689 wir die Kirche wiedererrichtet.

Nach der Pflichtfeuerwehr wurde 1893 die Freiwillige Feuerwehr in Bredereiche gegründet.

1894 wurde die Märkische Holzstoff- und Pappenfabrik, unmittelbar am Wehr, gegründet. Hierdurch wuchs die Einwohnerzahl sprunghaft an und erreichte in wenigen Jahren 1700 Personen.

Das neue Schulgebäude aus roten Backsteinen im wilhelminischen Baustil 1903 wird gebaut. Nach dem 1. Weltkrieg erreicht sie mit 333 Kindern die höchste Schülerzahl.


Ausflugsziele

Das Nonnenbad - In Richtung Himmelpfort, gut einen Kilometer hinter dem Ortsausgang lädt ein Platz an der Havel zum Baden ein. Der Sage nach sollen Nonnen aus dem Zisterzienserkloster Zehdenick an dieser Stelle ein Bad im Fluss genommen haben, als sie auf dem langen, staubigen Weg zu ihren Ordensbrüdern nach Himmelpfort waren, um Ratschläge in Vermögenssachen zu erhalten. So bekam diese Stelle ihren Namen.

Schleuse Regow und Ziegenkäserei - Der sandige Weg führt durch die  Wiesen und Felder des Naturparks Uckermärkische Seen. Hier schlängelt sich die Havel mitten durch die Natur und so mancher Kapitän hat sich schon Auge in Auge mit grasenden Kühen gesehen, die ihre Weideplätze unmittelbar am Wasser haben.


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