Barsdorf

Barsdorf liegt etwa 15 Kilometer süd-östlich von Fürstenberg/Havel. Der Ort war bereits in slawischer Zeit besiedelt. Die erste Erwähnung fand er im Jahre 1318 unter dem Namen „Bardestorpe“, der offensichtlich auf den deutschen Familiennamen „Bard“ zurückgeht. Der Ort war ein Lehen der Familie von Barsdorf und gehörte zum Bistum Brandenburg. Zum Ortsteil gehört die Ansiedlung Qualzow.

Einwohnerzahl: 108
Ausdehnung: 19,5 km²


Verkehrsanbindung

Von Fürstenberg/Havel auf der Landesstraße 214 über Bredereiche, Blumenow nach Barsdorf.

Den  Ortsteil Qualzow erreicht man über den Abzweig von der Landesstraße 214 zwischen Bredereiche und Blumenow über Boltenhof. 
 

Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

Fahrplanauskunft: https://www.vbb.de/fahrinfo 
Haltestelle: Barsdorf, Qualzow
Linienbusse: 
838 Fürstenberg/Havel-Barsdorf-Zehdenick
854 Gransee – Barsdorf - Himmelpfort

Anbindung an den Regionalexpress RE5 über den Bahnhof Fürstenberg/Havel oder Gransee.
 


Anbindung für Radfahrende und Wandernde

  • E10 - Qualzow liegt nahe am – Europawanderweg 10
  • Gelegenheiten zu Ausflügen in das Naturschutzgebiet, die umliegenden Wälder und Felder, z.B. zur Havel oder zur Badestelle am Barsdorfer Haussee

Freizeitangebote

  • Rittergut und Feldsteinkirche Barsdorf 
  • Baden im Haussee
  • Wanderung nach Qualzow und Besuch Gut Boltenhof mit Café & Bistro GUTESS , Hofladen
  • Kriegerdenkmal Erster Weltkrieg (1914 - 1918)

Wissens- und Sehenswertes rund um Barsdorf

Ansiedlung Qualzow - Zwei Kilometer vom Dorf entfernt liegt die kleine Siedlung. Während es bis 1947 hier lediglich eine Schäferei gab, zu der ein Wohnhaus aus dem Jahre 1721 im fränkischen Baustil gehörte, wurden in den 50er-Jahren Neubauern auch in Qualzow angesiedelt.

Der Haussee – 20ha groß und nur knapp 500 Meter von Barsdorf entfernt lockt er mit klaren Wasser im Sommer Besucher an. Sehenswert bei der Anreise besonders im Frühsommer die blühenden Kastanien- und Lindenbäume entlang des Weges zum Haussee. Wer möchte, kann den Haussee einmal umwandern und dabei besonders Biberburgen und seltene Waldvögel in Augenschein nehmen. 

An Barsdorf als mecklenburgisches Gutsdorf erinnert der ungewöhnliche Baustil der Landgaststätte "Zur alten Schmiede", die baulich aus der einstigen Gutsschmiede entstanden ist.

Als der Kutscher und spätere Schriftsteller Alfred Wellm  - "Pause für Wanzka", "Die Reise nach Descansar", 1927 – 2001 - nach dem 2. Weltkrieg nach Barsdorf kam, besaß die Dorfstraße noch eine Holzpflasterung, gab es noch Lehmbacköfen, Ziehbrunnen und mit Schilfrohr gedeckte Scheunendächer im Ort. In seinen Büchern finden sich diese Bilder literarisch wieder.
 


Ausflugsziele

Wanderung durch den Naturpark nach Qualzow und Boltenhof

Wer die Einsamkeit liebt und gleichfalls etwas für seine Kondition tun möchte,  für den ist die Wanderung in abwechslungsreicher Natur von Barsdorf nach Qualzow die richtige Empfehlung. Etwa zwei Kilometer lang führt der stille Naturpfad vorbei an Felder, Wiesen und Wälder in die "Qualzower Feldmark" – dem früheren Vorwerk von den Gütern Barsdorf und Boltenhof. Die „Qualzower Feldmarkt“ ist Bestandteil des Naturparks "Uckermärkische Seen".

Während es 1947 im Ortsteil von Barsdorf lediglich ein Wohnhaus, einen Schafstall und 2 Feldscheunen gab, bauten sich in den 50iger Jahren Neubauern auf Bodenreformland schlichte Wohnhäuser. Die Einwohnerzahl pendelte sich bis heute bei 20 Personen ein.

Das älteste Wohnhaus steht seit 1721 am Röthsee, Qualzower Weg 8, auf dem Schäfereigehöft und wurde im fränkischen Baustil errichtet.
In dem viel später, im 19. Jahrhundert, gezimmerten Wohnhaus aus Holz wurde damals vom Boltenhofer Gutsbesitzer für die Qualzower Landarbeiter extra eine würdige Andachtsstube zum Abhalten von Gottesdiensten eingerichtet.

Nach dem historischen Dorfrundgang führt die Wanderung weitere 3 Kilometer nach Boltenhof. Hier auf dem Gut können Familien mit Kinder Ferien machen und ein "ländliches" Freizeitangebot erleben. Es gibt einen Hofladen mit Cafe und häufig finden auf dem Bauernhof auch schöne Feste für "Alt und Jung" statt.

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