Gesundheitsamt bescheinigt: Alles klar zum Baden!

Der Landkreis Oberhavel informiert:

"Gute Wasserqualität in Oberhavels Badegewässern
Gesundheitsamt untersucht 27 Badestellen / Örtlich Blaualgen an drei Seen nachgewiesen


Die Wasserqualität der Oberhaveler Badegewässer ist weiterhin gut. Das zeigen die aktuellen Untersuchungen des Gesundheitsamtes, das während der Badesaison an 27 Badestellen regelmäßig Wasserproben entnimmt und die Gewässer kontrolliert.

Bei den Ende Juli durchgeführten Untersuchungen wurden erneut keine mikrobiologischen Auffälligkeiten festgestellt. Die Wasserproben wurden unter anderem auf Escherichia coli (E. coli) und intestinale Enterokokken untersucht. Gleichzeitig kontrollierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Sichttiefe, Wasserfärbung, den pH-Wert, die Sauerstoffsättigung sowie die Wasser- und Lufttemperatur.

Die gemessenen Wassertemperaturen lagen zum Zeitpunkt der Probenahme durchschnittlich bei 21 Grad Celsius und damit deutlich unter den Werten der vorherigen Untersuchung Anfang Juli. Wie in jedem Sommer können sich in einzelnen Gewässern abhängig von Witterung und Nährstoffangebot Cyanobakterien (Blaualgen) vermehren. Im Rahmen der aktuellen Routinekontrollen wurden am Lehnitzsee in Oranienburg, am Nieder-Neuendorfer See in Hennigsdorf sowie am Waldsee in Germendorf auffällige Wassertrübungen und Aufrahmungen festgestellt. Der Verdacht auf Cyanobakterien wurde durch Laboruntersuchungen bestätigt.

Da sich Blaualgenansammlungen insbesondere durch Wind- und Wetterverhältnisse innerhalb kurzer Zeit verändern können, empfiehlt das Gesundheitsamt allen Badegästen, die Situation vor Ort aufmerksam zu beobachten. Bei deutlich sichtbaren grünen oder blaugrünen Schlieren, Teppichen oder dichten Algenansammlungen sollte auf das Baden verzichtet werden. Außerdem sollte verhindert werden, dass Badewasser verschluckt wird, da einige Cyanobakterien gesundheitsschädliche Stoffe bilden können. Hunde sollten in solchen Bereichen ebenfalls weder baden noch aus dem Wasser trinken. Die Hinweise an den Badestellen sind zu beachten.

An 19 Badestellen wurde eine Sichttiefe von mindestens einem Meter gemessen. Die geringste Sichttiefe betrug zehn Zentimeter am Beetzer See in Kremmen. Die Badestellen am Großen Wentowsee in Zabelsdorf, am Kleinen Wentowsee in Seilershof, am Moderfitzsee in Himmelpfort sowie am Waldsee in Germendorf wiesen Sichttiefen von rund 40 Zentimetern auf. Eine geringe Sichttiefe kann verschiedene natürliche Ursachen haben und ist nicht zwangsläufig auf das Vorkommen von Cyanobakterien zurückzuführen.

„Eine eingeschränkte Sicht unter Wasser kann Rettungsmaßnahmen erschweren“, erklärt Oberhavels Amtsärztin Simone Daiber. „Badegäste sollten deshalb vor dem Baden nicht nur auf mögliche Algenansammlungen achten, sondern auch die Sichtverhältnisse im Wasser berücksichtigen. Als Faustregel gilt: Im knietiefen Wasser sollten die eigenen Füße noch gut zu erkennen sein.“

Die nächste turnusmäßige Untersuchung der Badegewässer findet Ende August statt. Die aktuellen Ergebnisse aus Oberhavel und ganz Brandenburg sind unter badestellen.brandenburg.de abrufbar. Weitere Informationen zu den Badegewässeruntersuchungen des Gesundheitsamtes sind unter www.oberhavel.de/badewasser verfügbar."

Haussee in Himmelpfort

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